Behandlungen

Hernienchirurgie

Ein Bruch verschwindet nicht von selbst und wird mit der Zeit größer. Die eigentliche Frage ist selten ob operiert wird, sondern wie — offen oder laparoskopisch, mit welchem Netz, in welcher Schicht. Diese Entscheidung hängt von Größe, Lage, Vorvoperationen und Beruf ab.

Die Bruchformen

Leistenhernie

Die häufigste Form. Laparoskopische Verfahren (TAPP, TEP) bringen bei beidseitigen und bei wiederkehrenden Brüchen Vorteile; die offene Technik nach Lichtenstein bleibt bei großen oder eingeklemmten Brüchen die sichere Wahl.

Nabelhernie

Kleine Brüche lassen sich direkt verschließen, größere brauchen ein Netz. Bei gleichzeitig bestehender Adipositas wird die Reihenfolge wichtig — häufig ist es sinnvoll, zuerst das Gewicht anzugehen.

Narbenhernie

Ein Bruch in einer früheren Operationsnarbe. Der technisch anspruchsvollste Fall, weil Verwachsungen vorliegen und die Bauchwand rekonstruiert werden muss. Große Narbenhernien sind selten ein Fall für eine kurze Auslandsreise.

Hiatushernie

Zwerchfellbruch, häufig mit Reflux verbunden. Operiert wird, wenn die medikamentöse Behandlung nicht ausreicht — meist als laparoskopische Fundoplikatio mit Verschluss der Bruchlücke.

Was Sie einplanen sollten

Aufenthalt in Istanbul
3–6 Tage
bei Narbenhernien länger
Vor der Reise
Ultraschall oder CT, OP-Berichte früherer Eingriffe
Nach der Operation
kein schweres Heben für mehrere Wochen
konkrete Dauer je nach Verfahren
Flugfähigkeit
wird individuell festgelegt
buchen Sie den Rückflug flexibel

Ein eingeklemmter Bruch — plötzlicher starker Schmerz, harte, nicht zurückdrückbare Vorwölbung, Übelkeit — ist ein Notfall. In diesem Fall gehen Sie in die nächstgelegene Notaufnahme und planen keine Reise.

Unterlagen prüfen lassen

Mit Bildgebung und, falls vorhanden, den OP-Berichten früherer Eingriffe lässt sich meist schon aus der Ferne sagen, welches Verfahren realistisch ist.

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